Viele Unternehmen in München stehen jedes Jahr vor derselben Frage:
Winterdienst intern organisieren oder an einen professionellen Dienstleister vergeben?
Auf den ersten Blick wirkt Eigenleistung oft günstiger.
In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass die tatsächlichen Kosten nicht beim Streugut beginne, sondern bei Verantwortung, Zeit und Haftung.
Winterdienst ist kein Nebenthema. Er ist Teil der Verkehrssicherungspflicht und damit rechtlich relevant.
Warum Eigenleistung beim Winterdienst häufig scheitert
Winterdienst bedeutet mehr als Schnee räumen. Er erfordert frühe Einsätze, permanente Einsatzbereitschaft und eine zuverlässige Organisation, auch an Wochenenden, Feiertagen oder bei plötzlichen Wetterumschwüngen.
In der Praxis führen Krankheit, Urlaub oder fehlende Vertretungen schnell dazu, dass Einsätze verspätet oder gar nicht erfolgen. Besonders kritisch wird es, wenn keine saubere Dokumentation vorliegt. Im Schadensfall zählt nicht, was geplant war, sondern was nachweisbar durchgeführt wurde.
Haftung: Der unterschätzte Kostenfaktor
Kommt es auf nicht geräumten oder nicht gestreuten Flächen zu einem Unfall, haftet der Verantwortliche.
Dabei spielt es keine Rolle, ob der Winterdienst „nebenbei“ organisiert oder gut gemeint war.
Ohne belegbare Einsatznachweise wird es gegenüber Versicherungen schwierig, die eigene Sorgfaltspflicht nachzuweisen. Schadensersatz, Schmerzensgeld und rechtliche Auseinandersetzungen sind keine theoretischen Risiken, sondern reale Konsequenzen.
Was professioneller Winterdienst tatsächlich leistet
Ein professioneller Winterdienst übernimmt nicht nur die Ausführung, sondern auch die Organisation. Dazu gehören Einsatzplanung, Rufbereitschaft, rechtssichere Umsetzung der Verkehrssicherungspflicht sowie eine lückenlose Dokumentation.
Für Unternehmen bedeutet das planbare Abläufe, klare Zuständigkeiten und eine spürbare Entlastung interner Ressourcen.
Kosten entstehen dadurch nicht überraschend, sondern kontrolliert.
Kosten realistisch bewerten – nicht isoliert vergleichen
Wer Winterdienst nur über den Preis vergleicht, blendet den Gesamtaufwand aus. Zeitverluste, Organisationsaufwand, Haftungsrisiken und Versicherungsfragen wirken sich langfristig stärker aus als der reine Einsatzpreis.
👉 Eine detaillierte Einordnung dazu findest du im Beitrag
Was kostet professioneller Winterdienst 2025?
Fazit: Sicherheit schlägt kurzfristige Einsparung
Eigenleistung wirkt günstig, birgt aber hohe Risiken. Professioneller Winterdienst schafft rechtliche Sicherheit, verlässliche Abläufe und dokumentierte Nachweise. Für Unternehmen ist das keine Zusatzleistung, sondern eine Absicherung.
Wenn der Winterdienst intern organisiert wird, liegt die volle Verantwortung beim Unternehmen bzw. beim Eigentümer. Kommt es zu einem Unfall auf nicht ordnungsgemäß gesicherten Flächen, haftet der Verantwortliche – unabhängig davon, ob Mitarbeitende „eigentlich zuständig“ waren. Ohne klare Organisation und dokumentierte Einsätze ist eine rechtliche Absicherung schwierig.
Nein, Eigenleistung ist grundsätzlich zulässig. Sie ist jedoch mit hohen organisatorischen Anforderungen verbunden. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Räum- und Streupflichten jederzeit erfüllt werden – auch bei Krankheit, Urlaub oder plötzlichen Wetterumschwüngen. In der Praxis scheitert Eigenleistung häufig nicht am Willen, sondern an der fehlenden dauerhaften Verfügbarkeit.
Professioneller Winterdienst verursacht zwar laufende Kosten, reduziert jedoch Haftungsrisiken, Organisationsaufwand und interne Störungen erheblich. Schäden, Versicherungsprobleme oder rechtliche Auseinandersetzungen können deutlich teurer werden als eine strukturierte externe Lösung. Wirtschaftlichkeit entsteht hier durch Planbarkeit und Risikominimierung.



